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Eine ABM macht nicht nur  Sinn, sondern vieles möglich...

Kommunales Engagement in der Samtgemeinde Oberharz durch besonders geförderte Arbeitnehmer

 

Es ist schon ein Teufelskreislauf: Für die touristische Infrastruktur nicht genügend Geld in der Kasse der Samtgemeinde bedeutet Attraktivitätsverlust. Attraktivitätsverlust führt zu weniger Geld im Gemeindesäckel. Schon lange gab es da Überlegungen, wie Ressourcen des zweiten Arbeitsmarktes, sprich ABM, nutzbar gemacht werden können.

Seit dem 15. Juli sind  Teilnehmer einer speziellen Arbeitsbeschaffungsmaßnahme der BVIK gGmbH dabei, Sanierungsarbeiten an der touristischen Infrastruktur durchzuführen. Dr. Heller, Geschäftsführer dieser gemeinnützigen GmbH, erklärte das Prinzip: Die Agentur für Arbeit Goslar und deren Dienststelle in Clausthal-Zellerfeld hat besonders förderungsbedürftige jugendliche und schwer behinderte Arbeitnehmer für eine ABM "Kommunales und soziales Engagement" zur Verfügung gestellt. Diese arbeiten  jetzt an gemeinnützigen kommunalen Projekten in der Samtgemeinde.

Wie der Samtgemeindebürgermeister Walter Lampe auf einem Pressetermin erläuterte, sei es durch das Engagement der Stadt, der BVIK gGmbH und der Agentur für Arbeit Goslar endlich gelungen, durch diese Arbeitsbeschaffungsmaßnahme wichtige Projekte der Sanierung der Infrastruktur anzugehen. Als Vorhaben der Samtgemeinde nannte er die Wanderwegssanierung in und um Clausthal-Zellerfeld und Altenau.  Herr Dieter Spormann hob den Pilotcharakter dieser Maßnahmen für die Durchsetzung von Hartz IV hervor. Anlass des Pressegesprächs war der Besuch des Direktors der Agentur für Arbeit Goslar, Herrn Günther Kaul und des verantwortlichen Mitarbeiters für arbeitsmarktpolitische Aufgaben, Herrn Hans-Jürgen Wittenberg. Wie der Direktor der Agentur für Arbeit, Herr Günther Kaul, meinte, freut man sich, die Samtgemeinde bei ihren Vorhaben zu unterstützen und gleichzeitig besonders förderungsbedürftigen Arbeitnehmern, die aus der Samtgemeinde kommen, Arbeit anbieten zu können.

"Unfreiwillige Untätigkeit ist grausam und zerstört das Arbeitsvermögen, da wollen wir gegensteuern", so Günther Kaul weiter.

Herr Czerwinski, der unmittelbare Koordinator zwischen der Stadt und den Teilnehmern bestätigte auf unsere Anfrage, dass die Teilnehmer bisher engagiert zu Werke gehen.

Der Direktor der Agentur für Arbeit, Herr Günther Kaul, hob die gemeinsamen Anstrengungen der Stadt und seiner Dienststelle hervor und meinte, dass dieses Miteinander eine gute Basis für die Arbeit nach den neuen Reformgesetzen darstellt. "Arbeit gibt es in den Kommunen genug, es kommt auf die Findigkeit der örtlichen Verwaltungen an, solche Arbeit auszuwählen, die nicht dem örtlichen Mittelstand die Aufträge wegnimmt. Das was in der Samtgemeinde gemacht wird zeigt die Richtung." so Kaul weiter. In dem die touristische Infrastruktur verbessert wird, wird der Ort anziehender. Die Kurgäste und Besucher sind zufrieden und werden wiederkommen. Davon haben dann die Stadt und der Mittelstand etwas. Wenn dieser Zusammenhang auch zu idealisiert scheint, er leuchtet ein.

Der Direktor der Agentur für Arbeit führte zum Abschluss seines Besuches noch ein Gespräch mit Vertretern des TuS Clausthal-Zellerfeld, die ebenfalls zu den Begünstigten der AB-Maßnahme gehören und ihre Sportanlage sanieren.

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