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Staatssekretärin zu Besuch Starke Gemeinschaft unter Flüchtlingen in Klepzig

– Quelle: http://www.mz-web.de/24747608 ©2017

Autor:  Stefanie Greiner 

15.09.2016

Ein Selfie mit Susi Möbbeck durfte natürlich nicht fehlen.

Foto: Stefanie Greiner

Köthen -

Flüchtlingsunterkünfte hat Susi Möbbeck schon so einige besucht. Was kaum verwundern dürfte. Sie ist schließlich Staatssekretärin im Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration des Landes Sachsen-Anhalt.

Am Dienstag machte die SPD-Politikerin einen Abstecher nach Köthen. Um genau zu sein: nach Klepzig, einem Ortsteil von Köthen. Sie stattete dem „BVIK-Jugendwohncamp“ einen Besuch ab. Und war überrascht.

Flüchtlinge unterschiedlicher Herkunft

„Mich hat sehr beeindruckt, wie stark hier Gemeinschaft spürbar wird“, sagte Susi Möbbeck. Und das in einer Unterkunft, in der junge Männer aus verschiedenen Ländern untergebracht sind. Seit Ende Juli leben in der ehemaligen Schule in Klepzig 14- bis 18-jährige Flüchtlinge. Sie kommen unter anderem aus Afghanistan, Äthiopien, Somalia und Syrien. Die MZ hat mehrfach darüber berichtet.

 

Das gute Gemeinschaftsgefühl ist für die Staatssekretärin ein Zeichen dafür, dass die Flüchtlinge im „BVIK-Jugendwohncamp“ gut betreut werden. Sie sprach von einer guten Ausgangslage und wandte sich mit einer Bitte an die Jugendlichen: „Nutzen Sie diese Chance.“ Sie riet ihnen, sich zu informieren und zu engagieren. „Sie müssen was dafür machen, dass Sie hierbleiben können. Bleiben Sie motiviert - auch wenn es mal ein bisschen schwieriger wird.“

Seit Ende Juli leben in der ehemaligen Schule in Klepzig junge Flüchtlinge.

Foto: Heiko Rebsch

Klepziger Anwohner nach anfänglichen Protesten weniger kritisch

 

Bei einem Rundgang durchs Haus konnten sich Susi Möbbeck und auch die anderen geladenen Gäste davon überzeugen, dass die jungen Flüchtlinge ihr neues Zuhause zu schätzen wissen. „Mein Sohn ist auch 16“, merkte Oberbürgermeister Bernd Hauschild an. „Aber in seinem Kinderzimmer sieht es nicht so ordentlich aus.“

Er hat den Eindruck, dass die Jugendlichen in Klepzig „angekommen“ sind. Dass sich die Klepziger also auch an ihre neuen Nachbarn gewöhnt haben. Vor ihrem Einzug hatte es Proteste der Anwohner gegeben. (mz)