Thursday, 20 June 2019

BVIK Jugendcamps

  • info

    Die Zuwanderungszahlen sind in Deutschland abgeebbt, trotzdem wird Zörbigs Dorotheenhof ein neues Heim für unbegleitete minderjährige Ausländer (kurz: UMAs). Wie passt das zusammen?Der Landkreis Anhalt-Bitterfeld bekommt die jungen Ausländer, genauso wie erwachsene Flüchtlinge, zugewiesen. Nach eigenen Angaben ist die Behörde verpflichtet, 145 Plätze für Menschen unter 18 Jahren vorzuhalten. Das schreibt der Königsteiner Schlüssel vor.

  •  -> Wir konzentrieren uns in diesem Erziehungsbereich auf 3 Aspekte: 1. Geschäftlich nützliche Tätigkeit, zB. öffentliche Parks aufräumen. 2.Praktika in Schule und Ferien und 3.den Übergang in Berufsausbildung und Arbeit. 

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    -> Nicht die Suche nach den Fehlern(hier eine schönes Video dazu), sondern die Stärkung der Stärken, bestimmen unsere pädagogische Grundhaltung. Da spielen Arbeitsgemeinschaften eine zentrale Rolle, die wir mit eigenen Mitarbeitern, aber auch mit Honorarkräften organisieren. AG Fahrradwerkstatt, AG Foto, AG Video und AG Computer stehen bei der Beliebtheit ganze vorn.

     

  • – Quelle: http://www.mz-web.de/25340480 ©2017

    Autor:  Stefan Schröter                                

    20.12.2016

    Der Dorotheenhof in Zörbig wird für die Ankunft von jugendlichen Flüchtlingen vorbereitet.

    Foto:  Archiv/Kehrer

  • BVIK - Jugendcamp Köthen
    Kirchstraße 1b
    06366 Köthen/Anhalt

    fon: 03496/4055-0
    fax: 03496/405517

    i-net: www.bvik.de
    e-mail:This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.

     
     
    • 36 Plätze nach §§ 27, 34, 41,42 und 42a

    • spezialisiert auf Jugendliche aus afrikanischen Ländern

    • Muttersprachler als Dolmetscher

    • eigenes psychologisches Team

    • Männer und Frauen als Erzieherteam

    • Team für Intensiv- und Einzelbetreuung

    • intensive Sprachnachhilfe

      Das Jugendcamp Köthen verfügt über 36 Heimplätze in 6 separaten Woh- nungen mit jeweils 3 Schlafzimmern, einer Wohnküche und einem großzügi- gen Bad. Zum
      Objekt gehört ein großer Allzweckraum mit Großfernseher, eine Fahrradwerkstatt, ein Spielezimmer.
      Zur großzügigen Raumsituation zählt auch ein eigener Fitnessraum und ein Veranstaltungs- saal. Zwei Klassenräume dienen der Hausaufgabenhilfe und der Nachhilfe in Deutsch.

      Vielfältige Freizeitaktivitäten

    • Fußball in Kooperation mit den Abteilungen vom PSV und dem CHC Köthen

    • Fitness im Verein und eigenen Fitnessraum

    • Regelmäßige Wanderaus üge in die nähere Umgebung

    • Beteiligung an den Ferienfreizeiten von Radio Brocken und der Mitteldeutschen Zeitung

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  • Quelle: http://www.localbook.de/2achsen-Anhalt_Bundesland/Anhalt-Bitterfeld_15082/Koethen-Anhalt_14875_150820180180/BVIK-Jugendcamp-fuer-unbegleitete-minderjaehrige-Auslaender-oeffnet-in-Klepzig_180031221688

     

     

    Köthen (Anhalt)

    In Klepzig ist am 22. August 2016 das BVIK-Jugendcamp für unbegleitete minderjährige Ausländer offiziell eingeweiht worden. Landrat Uwe Schulze vollzog gemeinsam mit im Beisein der jungen Bewohner des Jugendcamps den obligatorischen Banddurchschnitt. Anschließend waren die Gäste der Veranstaltung und interessierte Klepziger eingeladen, die Räumlichkeiten in Augenschein zu nehmen. Stolz zeigten dabei die jungen Männer, die größtenteils aus Afrika und Afghanistan kommen, ihre Zimmer, die mancher von ihnen bereits mit Bilder oder Wandschmuck individuell gestaltet hatte. Das Jugendcamp beherbergt 36 unbegleitete minderjährige Ausländer, wobei sich jeweils sechs Jugendliche eine Wohneinheit mit Küche und Bad und jeweils zwei ein gemeinsames Zimmer teilen. Vor der Begehung der Räumlichkeiten wandte sich Landrat Uwe Schulze mit eindringlichen Worte an die jungen Männer. Er betonte, sie seien hier vor Verfolgung geschützt, man erwarte aber von Ihnen, dass sie sich gut integrieren, deutsch lernen und die hiesigen Sitten und Gebräuche respektierten.

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  • info

    Zörbig -

    Im Zörbiger Dorotheenhof sind die ersten unbegleiteten minderjährigen Asylsuchenden eingezogen. Am Montag wohnten dort fünf jugendliche Afghanen, wie der Geschäftsführer der Betreibergesellschaft BVIK, Ulrich Heller, der MZ berichtet. „Unsere Jungs finden die Einrichtung richtig gut.“

  • Unsere Jugendlichen aus dem Jugendcamp Magdeburg waren die ersten Gäste im Ferienlagerbetrieb der BVIK gGmbH im Hotel am Wald in Jessen.

  • – Quelle: http://www.mz-web.de/24046384 ©2017

    12.05.2016

    Das ist die ehemalige Schule in Klepzig.

    Foto: Rebsch

    Köthen -

    Im Köthener Ortsteil Klepzig sollen Unbegleitete minderjährige Ausländer (Umas) in der ehemaligen Schule untergebracht werden. Darüber wird bei Facebook diskutiert. Dort heißt es auch, Mietern in der Schule sei deshalb gekündigt worden. Im Gebäude entstanden nach der Schließung mehrere Wohnungen.

    BVIK ist mit Aufgabe betraut

    Die MZ fragte beim Landkreis nach, der für die Betreuung und Unterbringung der Umas zuständig ist. Bei der Pressestelle hieß es, der Landkreis habe die Beschäftigungsgesellschaft BVIK mit dieser Aufgabe in der ehemaligen Notunterkunft an der Rüsternbreite in Köthen betraut. Sie ist nun ein Kinder- und Jugendheim. Das Jugendamt unterscheide nicht ausländische und einheimische Jugendliche, heißt es zur Erklärung. Ende Mai läuft die Betriebserlaubnis für das Heim aus, sagt Pressesprecherin Marina Jank. Wo die Jugendlichen aus der Rüsternbreite dann unterkommen, sagte sie nicht.

    Ehemalige Schule in Klepzig

    Jank bestätigte der MZ aber, dass die BVIK die ehemalige Schule in Klepzig zur Aufnahme von Kindern und Jugendlichen vorbereite. Jank deutete an, dass die Beschäftigungsgesellschaft dem Landkreis das Gebäude wohl anbieten wird. Ob das Heim in Klepzig in Betrieb geht, hänge aber davon ab, ob das Landesjugendamt die Genehmigung erteilt. BVIK-Geschäftsführer Ulrich Heller bestätigte der MZ das Vorhaben in Klepzig. Kündigungen habe es deshalb aber nicht gegeben, betonte er. (mz/kan)

  • – Quelle: http://www.mz-web.de/23587104 ©2017

    Autor: Katrin Noack               

    17.02.2016

    BVIK-Geschäftsführer Ulrich Heller betreut zur Zeit eine Notunterkunft in Köthen.

    Foto: Heiko Rebsch

    Köthen -

    Mitte November 2015 lebten hier noch 152 Flüchtlinge, nun ist die Köthener Notunterkunft des Landkreises Anhalt-Bitterfeld im ehemaligen Gymnasium an der Rüsternbreite leer. Die letzten zwei Bewohner bereiteten sich gerade darauf vor, in Wohnungen umzuziehen, bestätigte Bernhard Böddeker der MZ die Hinweise von Bürgern.

    Für den zuständigen Dezernenten für Sicherheit, Ordnung und Kommunales bei der Landkreisverwaltung ist das eine positive Entwicklung. „Die Unterkunft war von Anfang an nur als Puffer gedacht“, erklärte er. Erstes Ziel der Verwaltung sei es, die Flüchtlinge dezentral in Wohnungen unterzubringen, dann weiche man auf Gemeinschaftsunterkünfte und als letzte Alternative auf die Notunterkünfte aus. „Wir haben die Zeit genutzt und haben nun genug Wohnungen gefunden“, berichtete Böddeker.

    Kapazitäten erweitert

    Betrieb im September 2015 aufgenommen

    Die Notunterkunft für Flüchtlinge in Köthen hat am 15. September 2015 den Betrieb aufgenommen. Zunächst wurde nur die erste Etage der ehemaligen Schule genutzt. Mitarbeiter der Sanitätsschule Raymond Schulz übernahmen ehrenamtlich Betreuung und Versorgung.

    BVIK als Betreiber

    Dass in den nächsten Tagen wieder Flüchtlinge in den Räumen des ehemaligen Gymnasiums einquartiert werden, damit rechnet Böddeker nicht. Da der Landkreis jedoch auch weiterhin Flüchtlinge vom Land zugewiesen bekommt - derzeit kommen laut der Pressestelle pro Woche etwa 80 Flüchtlinge in Anhalt-Bitterfeld an - wollte der Vize-Landrat nicht ausschließen, dass künftig wieder Flüchtlinge in die Köthener Notunterkunft einziehen werden. Auf Dauer soll dieses Quartier aber geschlossen werden. „Die Notunterkunft ist nur für das Jahr 2016 vorgesehen, aber so lange halten wir sie noch für die Flüchtlinge bereit“, betonte der Dezernent.

    So lange betreibt auch die gemeinnützige Gesellschaft „Bilden, Vermitteln, Integrieren und Kommunale Dienste“, kurz BVIK gGmbH, die Einrichtung im Auftrag des Landkreises. „Der Vertrag bleibt bestehen“, sagte Ulrich Heller. Zur Situation in der nun leer gezogenen Notunterkunft informierte der BVIK-Geschäftsführer: „Wir sind dabei, sie für weitere Flüchtlinge vorzubereiten.“ Das Personal sei zwar in einem kleinerem Umfang im Einsatz. So sei etwa das Küchenpersonal nun im Urlaub und es gebe es anstelle des Drei-Schicht-Systems ein Zwei-Schicht-System.

    Die Mitarbeiter im Haus sind dabei Liegengebliebenes aufzuarbeiten, sie beschriften zum Beispiel die einzelnen Betten der Einrichtung. „Damals hat ja keiner geahnt, wie sich das entwickeln würde“, schilderte der Geschäftsführer dazu. Der Betrieb und die Betreuung der Flüchtlinge rund um die Uhr könne aber jederzeit abgesichert werden, so Heller.

    Die Köthener Notunterkunft für Flüchtlinge an der Rüsternbreite bietet 281 Menschen Platz. Es gibt sie seit September vergangenen Jahres. Die Flüchtlinge sind auf zwei Etagen des früheren Schulgebäudes untergebracht, es gibt eine Betreuung und eine Versorgung mit Essen. (mz)

  • – Quelle: http://www.mz-web.de/23753294 ©2017

    Autor: Stefanie Greiner                                          

    19.03.2016

    Die UMAs (unbegleitete minderjährigen Ausländer) sind in Köthen schon ein eingespieltes Team. Am Samstag spielten die Jungs erstmals gegen erwachsene Flüchtlinge aus Aken.

    Foto: Heiko Rebsch

    Porst -

    Ein Platz, ein paar Spieler und ein Ball - mehr war nicht nötig, um die Jugendlichen auf andere Gedanken zu bringen. Den Platz stellte der PSV 05 Köthen zur Verfügung. Die Spieler kamen aus Aken und Köthen.

    Den Ball brachte Taoufiq Elmourabiti mit. Und schon konnte es losgehen - das Spiel zwischen minderjährigen Flüchtlingen aus Köthen und erwachsenen Flüchtlingen aus Aken.

    Dienstags und donnerstags trainieren die Jugendlichen aus Somalia, Eritrea, Äthiopien, Afghanistan, Syrien, Pakistan und Iran auf dem Platz des Vereins in Porst. Der stellt auch die Trikots zur Verfügung. Samstags wird gespielt.

    Bislang traten Jugendliche gegen Jugendliche an. Die UMAs nämlich, die unbegleiteten minderjährigen Ausländer, die seit Kurzem in der Notunterkunft in Köthen leben.

    Am Samstag spielten die Jungs erstmals gegen erwachsene Flüchtlinge aus Aken. Schiedsrichter war Taoufiq Elmourabiti. Der Mann aus Marokko arbeitet für die BVIK, die die Flüchtlinge in der Notunterkunft betreut, und ist Mitglied im PSV. (mz/sgr)

     

  • – Quelle: http://www.mz-web.de/24290640 ©2017

    Autor:  Stefanie Greiner

    24.06.2016

    Rund 100 Klepziger nahmen an der Informationsveranstaltung auf dem Gelände der BVIK teil. Im linken und mittleren Teil der ehemaligen Schule, in der seit einigen Jahren sozial schwache Menschen leben, sollen minderjährige Flüchtlinge einziehen. Den Klepzigern gefällt das gar nicht. Sie fühlen sich überrumpelt, hätten gern nicht erst aus der Zeitung von dem Vorhaben erfahren. Neben BVIK-Geschäftsführer Ulrich Heller beantworteten auch Vertreter der Stadt und des Landkreises ihre Fragen.

    Foto: Heiko Rebsch

    Köthen -

    Sie wollten ihre Fragen loswerden. Ihre Fragen zur Unterbringung minderjähriger Flüchtlinge in Klepzig. Die Informationsveranstaltung nutzten einige der rund 100 Anwohner am Donnerstagabend aber auch, um ihrem Ärger Luft zu machen.

    Seitdem bekanntgeworden ist, dass die Beschäftigungsgesellschaft BVIK auf ihrem Gelände junge Flüchtlinge unterbringen will, fühlen sich die Klepziger überrumpelt. „Sie hätten doch gleich die Karten auf den Tisch legen können“, sagte Ernst Nawrath.

    An dieser Stelle sollen einige Fragen beantwortet werden.

    Ziehen die minderjährigen Flüchtlinge nach Klepzig?

    Die Antwort von Ulrich Heller war deutlich: „Wir werden dieses Konzept in Klepzig umsetzen.“ Ganz so einfach scheint das aber nicht zu sein. Denn der BVIK-Geschäftsführer braucht dafür eine Genehmigung. Die hängt zum einen vom Landesjugendamt ab. Das muss sein Okay geben. Zum anderen muss Ulrich Heller nachweisen, dass aus Brandschutzsicht alles in Ordnung ist. „Erst wenn die Einrichtung von allen Fachämtern genehmigt ist, gibt es die Umzüge“, betonte Peter Grimm, Jugendamtsleiter des Landkreises Anhalt-Bitterfeld. Ulrich Heller hofft, dass es bis zum 7. Juli so weit ist.

    Wie viele Jugendliche sollen untergebracht werden?

    35 bis 40. Diese Zahl wunderte Antje Beck. Die Klepzigerin zitierte einen Absatz der Richtlinien für Heimkinder des Landes. Darin steht, dass Heime für Kinder und Jugendliche nicht mehr als 30 Plätze haben sollten. „Diese Richtlinie ist nicht in Kraft getreten“, sagte Peter Grimm. Im Gespräch mit Antje Beck merkte er nach der Veranstaltung an, dass sich dennoch oft daran orientiert werde. Die MZ wollte dazu am Freitag mit dem Jugendamtsleiter sprechen, hat ihn allerdings nicht erreicht.

    Warum bleiben die Flüchtlinge nicht in der Schule in der Rüsternbreite?

    Das ehemalige Gymnasium war als Notunterkunft gedacht. „Die Schule wird niemals eine Genehmigung als Kinderheim bekommen“, machte Peter Grimm deutlich. Sie entspreche nicht der Norm, die in Deutschland für Kinderheime gelte, und habe deshalb nur eine Ausnahmegenehmigung. Aber es gibt noch einen Grund. „Ich möchte die Rüsternbreite wieder frei haben, um die Völkerfreundschaft sanieren zu können“, betonte Landrat Uwe Schulze (CDU).

    Warum können die Jugendlichen nicht anderswo untergebracht werden?

    „Es gibt in der Stadt genügend frei stehenden Wohnraum“, sagte Christina Buchheim, Landtagsabgeordnete (Die Linke) und Anwohnerin. Sie merkte an, dass den Jugendlichen mit Klepzig - weit ab vom Zentrum - kein Gefallen getan werde. „Ich habe keinen, der mir Wohnungen anbietet“, erklärte Peter Grimm. „Es gibt niemanden, der die Jugendlichen haben will.“ Mit Wohnungen allein sei es aber nicht getan. Auch Personal sei nötig. Dolmetscher, Pädagogen, Therapeuten. „Ich brauche Träger, die mir diese Voraussetzungen schaffen“, sagte der Jugendamtsleiter.

    In welchem Teil der Schule werden sie leben?

    Der linke und mittlere Teil des Gebäudes ist vorgesehen. Die Flüchtlinge sollen zu sechst in einer Wohnung leben, zwei teilen sich ein Zimmer. Sie haben damit mehr Privatsphäre als in der Rüsternbreite. Die Klepziger würden es befürworten, wenn die Jugendlichen den rechten Teil des Objekts nutzen. Mit Blick auf das Feld. Vom linken Teil aus - und das ärgert die Anwohner - könnten sie nämlich in ihre Gärten gucken.

    Müssen Bewohner wegen der Flüchtlinge ausziehen?

    „Nein“, sagte Ulrich Heller. Die Bewohner waren anderer Meinung. Ihnen sei gekündigt worden, monierten die Betroffenen lautstark. Der BVIK-Geschäftsführer sagte, dass einige die Wohnungen verwüstet hätten und deshalb ausziehen müssten.

    Was bekommt der Objektbetreiber pro Person?

    Zu den Finanzen wurde trotz Nachfrage der Anwohner nichts gesagt.

    Wie soll sichergestellt werden, dass nichts passiert?

    Die Anwohner hatten sich dazu konkrete Aussagen gewünscht. Sie merkten an, dass die Jugendlichen - wie deutsche Jugendliche auch - im Raufbold-Alter seien. Sie befürchten unter anderem, dass auf dem Friedhof nebenan randaliert werden könnte. „Das ist noch nicht vorgekommen und wird auch nicht vorkommen“, sagte Ulrich Heller. Über konkrete Maßnahmen zur Sicherheit wurde nicht gesprochen. Dass nichts passiert, dafür müsse der BVIK-Geschäftsführer sorgen, betonte Uwe Schulze.

    Warum nimmt Köthen mehr junge Flüchtlinge auf als andere Altkreise?

    Diese Frage interessierte Antje Beck. „Der Landkreis denkt nicht in Altkreis-Grenzen“, machte Peter Grimm deutlich. Er bekomme eine bestimmte Anzahl an Flüchtlingen zugewiesen, die auf Städte und Gemeinden verteilt werden müssten. Das sei nicht einfach. So dürften Jugendliche nicht mit Erwachsenen zusammen untergebracht werden. Plätze in Kinderheimen seien nötig, sagte er. Ulrich Heller habe sich angeboten.

    In Köthen leben derzeit sechs minderjährige Flüchtlinge im Kinder- und Jugendheim „Arche“ der Jakobsgemeinde. Die Stiftung Evangelische Jugendhilfe St. Johannis Bernburg betreut elf Jugendliche in Bobbe und zehn in Köthen. Hinzu kommen die 35 jungen Flüchtlinge der BVIK. Im Landkreis werden Ende des Monats insgesamt 120 minderjährige Flüchtlinge leben. 20 weitere sollen im Herbst folgen. (mz)

  • – Quelle: http://www.mz-web.de/23772888 ©2017

    Autor: Stefanie Greiner

    23.03.2016

     

    Aufmerksam und kritisch verfolgen die Jugendlichen das Spiel.

    Foto: Heiko Rebsch

    Porst -

    Ein Platz, ein paar Spieler und ein Ball - mehr war nicht nötig, um die Jugendlichen auf andere Gedanken zu bringen. Den Platz stellte der PSV 05 Köthen zur Verfügung. Die Spieler fanden sich. Den Ball brachte Taoufiq Elmourabiti mit. Und schon konnte es losgehen - das Spiel zwischen minderjährigen Flüchtlingen aus Köthen und erwachsenen Flüchtlingen aus Aken.

    Nur gut Erfahrungen gemacht

     

    Schiedsrichter Taoufiq Elmourabiti

    Foto: Heiko Rebsch

    Dienstags und donnerstags trainieren die Jugendlichen aus Somalia, Eritrea, Äthiopien, Syrien, Afghanistan, Pakistan und Iran auf dem Platz des Vereins in Porst. Samstags wird gespielt. „Da sind einige dabei, die richtig schön Fußball spielen können“, sagt Reiner Paasch. Er ist beim PSV 05 für den Fußball zuständig und hat bislang nur gute Erfahrungen mit ausländischen Spielern gemacht.

     

    Dass nun auch die minderjährigen Flüchtlinge die Gastfreundschaft des Vereins in Anspruch nehmen können, ist nicht zuletzt Taoufiq Elmourabiti zu verdanken. Der Mann aus Marokko arbeitet für die BVIK, die die Jugendlichen in der Notunterkunft in Köthen betreut, und weiß, dass die Jungs das Fußballspielen lieben.

    "Sport für die Armen"

    „Fußball ist immer ein Sport für die Armen“, sagt er. „Man braucht nur einen Ball. Deshalb ist der Sport auch so beliebt.“ Der 44-Jährige hat selbst jahrelang Fußball gespielt, auch in Porst. Mitglied im PSV 05 ist Taoufiq Elmourabiti nach wie vor. Am Samstag stand er als Schiedsrichter auf dem Platz.

    Das Spiel der Jugendlichen gegen die Erwachsenen war eine Premiere. Bislang haben die minderjährigen Flüchtlinge nämlich immer nur gegeneinander gespielt. Nun spielte der FC UMA Köthen erstmals gegen den FC GWW Aken. UMA steht für unbegleitete minderjährige Ausländer, GWW für ganz weit weg. Denn von „ganz weit weg“ kommen die Flüchtlinge zweifellos. Gewonnen haben mit 1:3 am Ende übrigens die Erwachsenen.

     

    Szene während des Spiels in Porst.  Ihre rot-weißen Trikots haben die Jugendlichen vom PSV 05 bekommen, ihre Schuhe von der BVIK.

    Foto: Heiko Rebsch

    „Man kann nicht genug Danke sagen“, macht Ulrich Heller deutlich. Der Geschäftsführer der BVIK ist glücklich, dass seine Schützlinge in Porst nach ihrer Flucht auf andere Gedanken kommen können. Das müssen die Jugendlichen auch. „Einige haben bittere Schicksale hinter sich“, sagt er.

    Flüchtlinge in Köthen

    Von der BVIK betreut

    Seit Kurzem leben die minderjährigen Flüchtlinge in der Notunterkunft in Köthen. Derzeit sind es 38. Diese Woche kommen zwei weitere hinzu. Sie werden von der BVIK (Bilden, Vermitteln, Integrieren, Kommunale Dienstleistungen) betreut.

    Pionierarbeit geleistet

    Im Dezember hat die Beschäftigungsgesellschaft den Deutschen Förderverein für Sanitätswesen abgelöst. Er hatte sich in der ehemaligen Schule in der Rüsternbreite in Köthen um erwachsene Flüchtlinge gekümmert. Und damit Pionierarbeit geleistet. (sgr

    Ulrich Heller und seine Mitarbeiter versuchen, den minderjährigen Flüchtlingen Halt zu geben. Mit Musik, mit Sport, mit Sprachunterricht. „Diese Jungs sind genau wie unsere Jugendlichen“, sagt der Mann, der schon vor mehr als 40 Jahren mit jungen Menschen zusammengearbeitet hat. „Sie lachen und wollen Spaß haben.“ (mz)

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    Wohlfühlen im Heim, das Heim erhalten und gestalten wollen: das sind unsere Ziele. Dazu gehört auch das Verstehen des Anderen. Das ist in der Pubertät schon schwer, aber unter den Bedingungen der individuellen Lebensgeschichten, besonders schwer. Hier organisieren wir demokratische Findungsprozesse. Da geht es um den regelmäßigen Familienrat in der Wohngruppe bis hin zu dem Heimrat und den Räten der Ländergruppen.

     

  • – Quelle: http://www.mz-web.de/25279004 ©2017

    Autor: Stefan Schröter

    13.12.16

    Der Zörbiger Dorotheenhof wird eine Unterkunft für unbegleitete minderjährige Ausländer, die allein nach Deutschland gekommen sind.

    Das Hotel an der Leipziger Straße ist Anfang Dezember an die Köthener Beschäftigungsgesellschaft BVIK gGmbH verkauft worden. Dessen Geschäftsführer informierte am Montag im Zörbiger Kulturausschuss über das weitere Vorgehen. Insgesamt 20 Jugendliche im Alter zwischen 14 und 18 Jahren sollen Anfang 2017 in den Dorotheenhof einziehen.

     

  • – Quelle: http://www.mz-web.de/24201640 ©2017

    09.06.2016


    Das ist die ehemalige Schule in Klepzig.

    Foto: Rebsch

    Köthen -

    Das geplante Kinder- und Jugendheim für minderjährige Flüchtlinge in der ehemaligen Schule im Köthener Ortsteil Klepzig beschäftigte am Donnerstagabend den Kreistag von Anhalt-Bitterfeld in Köthen. Bei der Sitzung waren zahlreiche Anwohner zu Gast und trugen dem Gremium ihre Vorbehalte zu den Heim vor. Sie fürchten um die Wohnqualität und die Sicherheit in ihrem Quartier. Wie die MZ im Gespräch mit den Anwohnern erfuhr, hatten sie von dem Bauvorhaben erst durch einen Bericht der MZ erfahren.

  • – Quelle: http://www.mz-web.de/24290688 ©2017

    24.06.2016

    Viele Bürger hatten sich vor der Schule in Klepzig eingefunden.

    Foto: Heiko Rebsch

    Köthen -

    Die Veranstaltung in Klepzig hinterlässt einen seltsamen Beigeschmack. Da waren - auf der einen Seite - überrumpelte Bürger. Da waren - auf der anderen Seite - fachkundige Mitarbeiter der Stadt und des Landkreises und nicht zuletzt Ulrich Heller als Projektverantwortlicher.

    Die einen stellten Fragen. Auch welche, die mit dem eigentlichen Thema nichts zu tun hatten und die Veranstaltung unnötig zerfaserten. Die anderen versuchten Fragen zu beantworten. Was durch Zwischenrufe der Bürger erschwert wurde.

    Eines aber fehlte der Veranstaltung: klare Aussagen. Nicht bei jeder Antwort. Das muss an dieser Stelle auch gesagt werden. Viel zu oft aber wurde drumherum geredet. Um das Konzept zum Beispiel, das hinter der Unterkunft stehen soll. Das hätte doch - auch mit Hilfe einer Powerpoint-Präsentation - deutlich besser erläutert werden können. Ebenso die Frage zur Sicherheit. Es sei noch nichts passiert, die Bürger könnten sich sicher fühlen. Das reicht nicht.

    Dass in Sachen Kommunikation in den zurückliegenden Wochen viel falsch gemacht wurde, zeigen die fragwürdigen Kommentare von Ulrich Heller bei Facebook, für die er sich nur nach mehrmaliger Aufforderung entschuldigte. Die Informationsveranstaltung hätte genutzt werden können, um bisher gemachte Fehler auszubügeln. Mehr noch. Sie hätte dafür genutzt werden müssen.

    Die Autorin erreichen Sie unter: This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.

  • -> Gemeinsames Basteln, Herstellen von "kleinen Kunstwerken", das Finden und Ausüben eigener Hobbys ist Teil der Erziehung. Papierflieger, Segelboot, Stoffpuppe, Weihnachtssterne oder Weihnachtskarten, Sandbilder, Tisch- oder Wand-Dekorationen, praktisches für den Schreibtisch, Spielgeräte selber bauen, Indianer- oder Piratenoutfit, Ritterhelm, Schwert und Schild und vieles andere mehr. 

     

  • Die BVIK gGmbH verfügt über ein ausgearbeitetes Leitbild und dies bedarf der Aktualisierung durch die gegenwärtigen Entwicklungen.

    Wir sind ein sozialer Dienstleister für sozial benachteiligte Menschen, dabei sind wir religionsungebunden sowie weltanschaulich und politisch neutral.

    Diese Neutralität ist für uns Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Verpflichtung und Ansporn, sich mit den verschiedenen politischen und weltanschaulichen Denkansätzen der Gesellschaft konstruktiv auseinanderzusetzen. Mit dem Paritätischen Wohlfahrtsverband, der Mitgliedsorganisation in Sachsen-Anhalt arbeiten wir konstruktiv zusammen.

    Bedarfsgerechte und flexible Konzeptionen, die an den spezifischen Erfordernissen und Bedürfnissen von Menschen mit Unterstützungsbedarf unterschiedlichen Lebensalters ausgerichtet sind, ermöglichen die Behauptung am Sozialmarkt und die Erschließung neuer Tätigkeitsfelder.

    Uns ist ein Arbeitsklima wichtig, das durch Achtsamkeit, Wertschätzung und Akzeptanz der Individualität des Einzelnen geprägt ist. Im partnerschaftlichen Miteinander mit den Klienten überprüfen wir kontinuierlich die Ziele und Inhalte der Arbeit und entwickeln die Angebote ständig weiter.

    Gemeinsam vereinbarte Regeln, anspruchsvolle realistische Ziele und Evaluation des Erreichten ermöglichen ein Höchstmaß an Selbstbestimmung und Teilhabe am Leben der Gesellschaft. Das erfordert, dass wir uns alle optimistisch und kreativ dieser Aufgabe stellen, als Vorbilder wirken und kontinuierlich und konsequent die gemeinsam formulierten Ziele verfol- gen.

    Flexibilität in der täglichen Arbeit, Übernahme von Verantwortung und Kooperation über Stellen- und Bereichsgrenzen hinweg sind hierfür unabdingbar.

    Den großen Herausforderungen der aktuellen Flüchtlingsproblematik stellen wir uns. Unser Ziel ist es, nach einer vorausgegangenen abgeschlossenen Inobhutnahme den unbegleiteten minderjährigen Ausländern einen neuen Orientierungs- und menschlichen Bezugsrahmen mit ausreichender Zuwendung zu bieten. Dabei stellen wir uns der Aufgabe, diese Jugendlichen aus verschiedenen Ländern die bestmögliche Integration in ihr neues Lebensumfeld zu bieten. Unsere Arbeit beinhaltet gruppenspezifische Programme zur Überwindung von Schwierigkeiten im Bereich von Alltagsaktivitäten. Die Alltagsbewältigung und Alltagsgestal- tung sind die zentralen strukturierenden Orientierungshilfen zur Förderung individueller Kompetenzen.

    Gelebtes Qualitätsmanagement führt zu transparenter Leistungserbringung mit zuverlässigen und prüfbaren Ergebnissen. Stetige Weiterqualifizierung aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sowie gelebter Arbeits- und Gesundheitsschutz sind für uns Anspruch und Zielstellung.

     
     

    In der täglichen Arbeit achten wir auf wirtschaftliches Handeln und auf einen nachhaltigen umweltgerechten Umgang mit Ressourcen.

     

    Leitbild für das Jugendwohnen

    Das von uns erarbeitete Leitbild stellt die Grundlage unseres Handelns dar. Wir alle lassen uns von folgenden Gedanken bei der Umsetzung unserer Arbeit leiten:

    Im Mittelpunkt unseres Handelns stehen die uns anvertrauten jugendlichen Menschen.

    Unser Handeln baut auf ein ganzheitliches Persönlichkeitsverständnis auf, bei dem der Zusammenhang zwischen Körper, Geist und Seele berücksichtigt wird. Die Jugendwohncamps knüpen an den individuellen Bedürfnissen und Ressourcen der Bewohner an und formuliert eine Lebensperspektive für die Integration in die deutsche Gesellschaft.

    Wir achten bei unserem Wirken auf die Förderung der Ressourcen, helfen Gefahren zu ver-meiden und unterstützen bei der Erreichung größtmöglicher Selbstständigkeit.

    Unser Jugendwohncamp sollen den Bewohnern ein Zuhause sein.

    Wir bieten den Jugendlichen ein Umfeld, in dem sie sich sicher fühlen können. Sie können bei uns Gemeinschaft erleben und ihren Tagesablauf mitgestalten und vorübergehend oder auch für immer ein Zuhause finden, in dem sie zufrieden leben und ihr Leben neu gestal- ten kön- nen.

    Wir stellen die notwendige Kontinuität in der Betreuung sicher.

    Das Wohnen ist auf das engste mit der Entwicklung der jungen Persönlichkeit verbunden. Wir leben ein Bezugserziehersystem in Verbindung mit Gruppenformen. Jeder Bewohner ist einer Erzieherfachkraft und einem weiteren Mitarbeiter mit der Verantwortung für spezielle Aufga- ben zugeordnet.

    Freundlichkeit, Aufmerksamkeit und Akzeptanz sind uns im Umgang mit unseren Mitmenschen wichtig.

    Diese Grundsätze gelten gleichermaßen im Umgang mit Bewohnern, in der Zusammenarbeit in den Teams, in der Kooperation mit anderen Berufsgruppen und Bereichen innerhalb und außerhalb der Betreuung, sowie im Kontakt mit dem gesetzlichen Vormund und dem Jugendamt.

    Wir arbeiten fachkompetent und streben die optimale Qualität unserer Dienstleistungen an. Um dieses Ziel zu erreichen, beteiligt sich jeder Mitarbeiter aktiv an Maßnahmen zur Siche- rung und Verbesserung der Qualität. Wir informieren uns untereinander, lesen Fachzeitschriften und nehmen Fort- und Weiterbildungsangebote wahr. In regelmäßigen Abständen finden Leitungs- und Teambesprechungen statt, Probleme werden offen und ehrlich diskutiert und nach Lösungsmöglichkeiten gesucht.

     
  •  

    -> Durchgängig alle unserer Heiminsassen haben Probleme in der Schule, meist waren die Voraussetzungen zum Lernen bislang nicht gegeben. Hier gilt es, das maximal mögliche nachzuholen. Deshalb gibt es bei uns Lehrer, die in der Freizeit Verpasstes nachholen und Schulisches festigen. 

     

     

  • Quelle: http://www.mz-web.de/23473642 ©2017

    Autor:  Detlef Mayer 

    14.01.2016


    Zu den publikumswirksamen Höhepunkten, welche die BVIK gGmbH in Prettins Lichtenburg organisierte, zählten - wie hier im April 2015 - die Auftritte der Musikschule aus dem tschechischen Trebic.

    Foto: Archiv/Adam

     

    Jessen -

    Wie die MZ bereits berichtete, wird der „Wir“-Verein Jessen ab Februar die Arbeit der kommunalen Museen im Prettiner Schloss Lichtenburg mit Ausstellungen zur Stadt-, Schloss- und regionalen Historie absichern. Die Stadt Annaburg, zu der Prettin gehört, hat eine entsprechende Kooperationsvereinbarung mit dem „Wir“ e.V. abgeschlossen. Damit tritt dieser die Nachfolge der BVIK gGmbH Köthen an.

    Bislang nichts ließ die Stadt dazu verlauten, weshalb man den Wechsel von der BVIK gGmbH (BVIK steht für Bilden, Vermitteln, Integrieren und Kommunale Dienstleistungen) zum Verein „Wir - Landfrauen helfen sich selbst“ vollzogen hat. Deshalb fragte die MZ bei Annaburgs stellvertretender Bürgermeisterin Anja Liebig nach. Sie erklärte nur, dass der Anstoß dazu aus Prettin gekommen sei und verwies an Ortsbürgermeisterin Helga Welz (parteilos).

    „Wir sind nicht im Streit mit der BVIK auseinander gegangen“, betont Helga Welz. Doch, so ihre Sicht auf die Dinge, fahre man mit einem Verein für die Museumsbetreuung besser als mit einer gGmbH: Der Verein könne auch Ehrenamtliche einsetzen, die gGmbH habe diese Möglichkeit nicht. Die BVIK hätte für die Museumsarbeit ausschließlich auf Leute über von der Agentur für Arbeit geförderte Maßnahmen zurückgreifen können und da hätte die Stadt erhebliche Eigenmittel zuschießen müssen. Außerdem habe es seitens der BVIK einige abweichende Vorstellungen zur Nutzung der Lichtenburg gegeben, macht Helge Welz deutlich. Diese seien sicher nicht mit dem Denkmalschutz, dem Status des Schlosses als einstigem KZ und dem Bund als Eigentümer der Immobile zu vereinbaren gewesen.

    Dr. Ulrich Heller als BVIK-Geschäftsführer sagt ganz klar: „Die BVIK hat die Lichtenburg gern betreut, der Wechsel lag nicht an uns. Wir wären gern geblieben, doch die Stadt hat sich anders entschieden.“ Er bestätigt allerdings den Umstand, dass seine gGmbH anders als der „Wir“ e.V. nicht mit Ehrenamtlichen arbeiten könne, sondern seine Leute entlohnen müsse. Aus seiner Perspektive sei die Lichtenburg ein sehr prestigeträchtiges Objekt gewesen, schätzt Heller ein. „Wir haben hier ja auch einige sehr publikumswirksame Veranstaltungen organisiert“, spielt er beispielsweise auf die Konzerte der Musikschule aus dem tschechischen Trebic an. Dennoch: „Die Lichtenburg war für die BVIK ein Zuschussgeschäft, aber das hätte wir schon getragen.“ Dem „Wir“-Verein wünscht er übrigens viel Erfolg für seine Arbeit.

    Nicht mehr geben wird es aber künftig im Prettiner Schloss das von der BVIK installierte Igel-Museum. Das wäre ein „Bringer“ gewesen, meint Heller, „aber die Stadt Annaburg hat kein Interesse bekundet“. Daher werde er es wohl nach Wittenberg holen.

    Von Margit Mehr, der „Wir“-Vereins-Chefin, war gestern zu erfahren, dass sich ihre Organisation am Mittwoch, 27. Januar, bei einem kleinen Neujahrsempfang in Prettin als neue Betreuerin der Museen im Schloss offiziell vorstellen werde. Die Zusammenkunft soll an besagtem Tag um 12.30 Uhr im Hofstübchen der Lichtenburg stattfinden, also unmittelbar vor der Gedenkfeier für die Opfer des Nationalsozialismus in der Gedenkstätte KZ Lichtenburg.(mz)

     

  • – Quelle: http://www.mz-web.de/24094422 ©2017

    Autor: Katrin Noack

    20.05.2016

    Bauarbeiter bereiten die Wohnungen für die Jugendlichen vor.

    Foto: Rebsch

    Köthen -

    Ulrich Heller wehrt sich. „Es wurde in Klepzig niemand wegen der Jugendlichen gekündigt“, sagt der Geschäftsführer der BVIK. Die Beschäftigungsgesellschaft betreibt in Köthen die frühere Notunterkunft Rüsternbreite als Kinder- und Jugendheim. Die Jugendlichen sind minderjährige unbegleitete Ausländer und in der Obhut des Jugendamtes des Landkreises. Doch für das Heim hat die BVIK nur eine Ausnahmegenehmigung des Landesjugendamtes. Diese endet am 30. Mai. Darum müssen die Jugendlichen umziehen. Die Betriebserlaubnis für Klepzig stehe zwar noch aus. Doch das Landesjugendamt sei schon vor Ort gewesen, es müssten nur noch einige Unterlagen nachgereicht werden, heißt es beim Landesjugendamt in Halle, das auf die enge Zusammenarbeit Hellers mit dem Landkreis hinweist.

    In Klepzig bereiten nun Bauarbeiter einen Teil des Gebäudes für die neuen Bewohner vor. In sechs Wohnungen sind Zwischenwände eingebaut, Fußböden verlegt, Wände gestrichen und Bäder eingerichtet worden. Sechs Jugendliche ziehen in eine Wohnung; jeweils zwei teilen sich ein Zimmer. Im Erdgeschoss entstehen ein großer Gemeinschaftsraum und eine Rezeption. Hinter dem Haus sind Grillstelle und Bolzplatz geplant.

    Betreuer rund um die Uhr

    Auch Räume für die Betreuer wird es geben. „Wir haben 30 Mitarbeiter im Schichtsystem für 40 Jugendliche“, informiert Heller. Zwei Erzieher kümmern sich um eine Wohnung, die Jugendlichen werden rund um die Uhr betreut. „Wir haben Sprachmittler, die zum Beispiel auf Farsi oder Somali spezialisiert sind“, schildert der Geschäftsführer. Die BVIK habe außerdem einen psychologischen Dienst. Die jungen Flüchtlinge seien in der Pubertät, auf der Flucht und ohne Eltern, beschreibt der BVIK-Chef die sehr schwierige Situation.

    Die ehemalige Schule, in einer ruhigen Wohngegend am Stadtrand gelegen, ist seit Jahren Wohnhaus. Die Eigentümergemeinschaft von Heller und seiner Frau hatte 2007 die Schule und das nebenstehende Gebäude gekauft. In der Schule entstand Soziales Wohnen: Es zogen Hartz-IV-Empfänger ein und Obdachlose der Stadt. Auch Mitarbeiter Hellers mieteten einige Wohnungen. Im Gebäude nebenan bezog die Köthener BVIK Quartier.

    Keine Kündigung

    Die Wohnungen wurden seinerzeit hergerichtet. Eine Mieterin zeigt der MZ ihre Zweiraumwohnung in dem Gebäudeteil, der nicht umgebaut wird. Sie ist ordentlich, sauber und gemütlich eingerichtet. Kaum anders als die Wohnungen für die Jugendlichen. Sie wohne gerne hier, sagt die Mieterin. Sie werde demnächst ausziehen, aber „ich brauche eine größere Wohnung“, begründet sie. Eine Kündigung habe sie nicht erhalten.

    Saure Anwohner

    Kritik am Vorhaben von Heller äußerten auf der Sitzung des Bau- und Umweltausschusses des Stadtrates Bürger, die in der Nähe des Objektes wohnen. Man mache sich Sorgen über das Konfliktpotential, das sich mit der Unterbringung auftue, hieß es. „Wir haben unserer Häuser dort gebaut, weil es eine ruhige Gegend ist. Wir haben inzwischen vieles in Kauf genommen, aber das geht nicht.“ Der Ausschuss nahm die Kritik zur Kenntnis, wies aber darauf hin, dass weder Stadt noch Stadtrat zuständig seien.

    Es habe Kündigungen gegeben, erklärt Heller. Mit den Jugendlichen habe das aber nichts zu tun. Mit seinen Mitarbeitern habe er gesprochen, sie seien freiwillig ausgezogen. Mietern einer Wohnung, früheren Obdachlosen, habe er gekündigt. „Sie haben mein Eigentum zerstört“, begründet er und zeigt Fotos der verdreckten Wohnung. Sie habe gründlich gereinigt, der Boden ausgetauscht werden müssen. Eine weitere Kündigung sei ein Missverständnis gewesen und das inzwischen ausgeräumt. (mz)

  • – Quelle: http://www.mz-web.de/24207092 ©2017

    Autor:  Katrin Noack             

    11.06.2016

    Die alte Schule Klepzig liegt neben dem Friedhof.

    Foto: Rebsch

    Köthen -

    Es schien, als sei am Donnerstag ganz Klepzig im Kreistagssitzungssaal in Köthen vertreten. Etwa 50 Anwohner waren gekommen und gut vorbereitet.

    In der Einwohnerfragestunde, die in der Tagesordnung vorgesehen ist, dürfen die Bürger nur Fragen an das Gremium richten. Jeder nur eine. Also richteten die Klepziger einer nach dem anderen eine Frage an den Kreistag von Anhalt-Bitterfeld. Es ging nur um ein Thema: das geplante Kinder- und Jugendheim für die unbegleiteten minderjährigen Ausländer (Umas) in der früheren Schule in Klepzig.

    Unterbringung für Umas

    Das Gebäude in der Kirchstraße liegt am Stadtrand von Köthen neben einem Friedhof in einer Siedlung mit Einfamilienhäusern. Die Eigentümer des früheren Schulhauses sind Ulrich Heller und seine Frau.

    Heller ist Geschäftsführer der Beschäftigungsgesellschaft BVIK, die sich im Auftrag des Landkreises um die Unterbringung der Umas kümmert. Derzeit noch im ehemaligen Gymnasium Rüsternbreite.

    Da die Unterbringung dort befristet ist - das Gebäude wird als Ausweichquartier bei der Sanierung der Sekundarschule Völkerfreundschaft benötigt - sollen die minderjährigen Flüchtlinge nach Klepzig ziehen.

    Anwohner besorgt und verängstigt

    Die Anwohner haben davon erst Ende Mai aus der MZ erfahren. Sie sind verärgert und verunsichert. Dies machten sie im Kreistag deutlich. „Wir, die Klepziger, haben Sorgen und Ängste“, sagte Dirk Lasser, Vertreter der Anwohner. Er fragte Landrat Uwe Schulze (CDU): „Können Sie versichern, dass sich unsere Wohnqualität nicht verschlechtert?“ Andere Anwohner sorgten sich um die Einhaltung der Totenruhe auf dem Friedhof, wenn die Umas in die Schule einziehen.

    Sie fürchten es könne „Remmidemmi“ geben

    Anwohner sorgen sich um diese Anlage. Das haben sie im Kreistag mitgeteilt.

    Foto: Noack

    Eine Anwohnerin fürchtet, sie könne beim Friedhofsbesuch nicht mehr in Ruhe trauern. Die Klepziger sorgen sich um die Sicherheit in ihrem Quartier: Sie fürchten es könne „Remmidemmi“ und Schäden durch die Jugendlichen geben, etwa wenn Bälle vom Bolzplatz der Schule auf die Gräber fliegen.

    „Ich kann ihnen nicht versichern, dass sich Ihre Wohnqualität nicht verschlechtern wird“, antwortete Schulze Lasser. Bei anderen Fragen etwa zum Baurecht verwies der Landrat an die Stadt Köthen, auf deren Gebiet gebaut werde.

    Der Landkreis bestimme nur über die Unterbringung der Jugendlichen. Die Fragen dazu beantwortete Jugendamtsleiter Peter Grimm.

    Er erklärte zum Beispiel, die Betreuung sehe für einen Jugendlichen in etwa einen Betreuer vor, der bestimmte Voraussetzungen erfüllen müsse.

    Hintergrund: Beanstandungen bei Bau und Personal

    In der ehemaligen Schule in Klepzig leben noch keine minderjährigen Flüchtlinge. Weil sich die Bauarbeiten verzögerten, plane er den Einzug für Mitte Juni, teilte Bauherr Ulrich Heller der MZ auf Nachfrage mit. Bei der Stadtverwaltung heißt es, der Eigentümer habe für die Umnutzung des Gebäudes noch nicht alle nötigen Unterlagen eingereicht. Die Schule war zuletzt Wohnhaus. Das Landesjugendamt habe die Betriebsgenehmigung für das Heim nicht erteilt, hieß es auf Nachfrage. Es fehle das nötige Personal und eine Bescheinigung des Bauordnungsamtes des Stadt. Derweil hat das Landesamt die Ausnahmegenehmigung für den Betrieb der Unterkunft in der Rüsternbreite bis 30. Juni verlängert.

    Klepziger Bürger hatten die Umbauarbeiten an der Schule bereits am Dienstag im Hauptausschuss des Köthener Stadtrates bei der Einwohnerfragestunde thematisiert. Die Stadt, so Baudezernentin Ina Rauer, habe sich die Arbeiten am Objekt angesehen und unter anderem bauliche Eingriffe in die Statik des Hauses untersagt. „Ohne Auflagen“, so Rauer, „wird das Objekt nicht in Betrieb genommen.“ (kan/mb)

    „Der Träger konnte bisher das notwendige Personal nicht nachweisen“

    Daran scheitert bisher der Betrieb der Unterkunft. Die Genehmigung stellt das Landesjugendamt aus, das zum Landesverwaltungsamt in Halle gehört. „Der Träger konnte bisher das notwendige Personal nicht nachweisen“, informierte Pressesprecherin Denise Vopel auf Nachfrage.

    Die Kosten der Unterbringung übernehme zunächst der Landkreis, stelle dies dann dem Land in Rechnung. Wie hoch diese Kosten für einen Jugendlichen sind, verhandelten Landkreis und Träger der Einrichtung - bei allen Jugendlichen.

    Fehlende Transparenz des Vorhabens

    Der Landrat machte den Klepziger im Kreistag aber ein Angebot: Er wolle Kontakt zur Stadt Köthen und zu Bauherr Ulrich Heller aufnehmen, um gemeinsam ein Gespräch mit den Anwohnern führen.

    Der Bauherr könne sein Projekt vorstellen und die Klepziger könnten ihre Sorgen dazu schildern. Der Vorschlag wurde von mehreren Kreistagsmitgliedern unterstützt. Uwe Schönemann (FDP) der auch im Stadtrat Köthen sitzt, bemängelte die fehlende Transparenz bei dem Vorhaben seitens des Betreibers und der Stadtverwaltung.

    Gibt es eine Alternative?

    „Damit können wir zu einer gewissen Entspannung beitragen“, befürwortete er darum den Vorschlag. Monika Reinbothe (CDU) bot sich an, die Organisation für das Gespräch zu übernehmen.

    Die Klepziger sind skeptisch, ob ein Gespräch Erfolg bringen wird. „Für mich gibt es nur die Alternative, dass die Jugendlichen nicht dorthin kommen“, betonte Dirk Lasser. Er glaube nicht, dass man mit dem Bauherren reden könne. (mz)

  • Bild könnte enthalten: eine oder mehrere Personen, Personen, die stehen und Anzug

    MSc Social Work Kinder- und Jugendhilfe, so ist die offizielle Bezeichnung für unseren Prokuristen Taoufiq Elmourabiti.

    Er hat sein Studium an der Paritätischen Akademie in Berlin als erster von unseren Studenten mit der Note 1,3 abgeschlossen.

    Dazu war das gesamt Leitungsteam nach Berlin gefahren, um ihn zu gratulieren.

  • -> Die Kraft der Musik ist gerade in Zeiten, wo die Sprache noch nicht die tragende Kraft ist, erlaubt uns, Zugang zu den jungen Persönlichkeiten zu bekommen. Deshalb haben wir 2 Musikpädagogen und einen Praktiker "Papa Frank" unter Vertrag, die sich um die aktive musische Erziehung kümmern.

     

  • – Quelle: http://www.mz-web.de/24643896 ©2017

    25.08.2016

     

    Das ist die ehemalige Schule in Klepzig.

    Foto: Rebsch

    Seine Worte waren deutlich. Sie würden vor Verfolgung beschützt werden, sagte Landrat Uwe Schulze. Er erwarte aber, dass sie Deutsch lernen und die Bräuche ihrer Mitmenschen akzeptieren würden. Das schien die jungen Flüchtlinge beeindruckt zu haben. Am Ende wollte jeder dem Landrat sein Zimmer zeigen. Was den Zeitplan ganz schön durcheinander gebracht hat.

    Am Montag ist das „BVIK-Jugendcamp“ in Klepzig offiziell eröffnet worden. Anfang des Monats waren 35 minderjährige unbegleitete Ausländer in das Objekt eingezogen. Die Jugendlichen leben in Wohngruppen. Sechs in einer Wohnung, jeweils zwei in einem Zimmer. Jede Wohnung hat ein Bad und eine Küche.

     

    Bei der Eröffnung konnten sich die Gäste die Zimmer angucken. Die haben sich seit dem Einzug sichtlich verändert. Auf den Fensterbänken stehen Pflanzen, an den Wänden hängen Fotos, auf den Betten sitzen Plüschtiere. Die jungen Flüchtlinge haben sich eingerichtet - so gut es eben geht.

    Den Termin am zeitigen Nachmittag, den fanden einige Gäste nicht so glücklich. „Heute war Protokolltermin“, sagte BVIK-Geschäftsführer Ulrich Heller. Im September werde es einen weiteren Termin geben. Mit einem Fest, zu dem die Klepziger erneut eingeladen seien. (mz/sgr)

     

  • – Quelle: http://www.mz-web.de/24316584 ©2017

    Autor: Helmut Dawal                                               

    29.06.16

    Pfarrer Wolfram Hädicke moderierte und fühlte den AfD-Mitgliedern Daniel Roi, Hannes Loth und Ulrich Oehme (v.l.) auf den Zahn.

    Foto:

    Ute Nicklisch

    Köthen -

    „Sie können ehrenamtlich bei uns mitmachen. Schlagen Sie ein.“ Tom Aslan von der Initiative „Willkommen in Köthen“ reichte Hannes Loth die Hand. Und der AfD-Landtagsabgeordnete schlug ein, was das Publikum mit Applaus honorierte.

    Loth will sich mit dafür einsetzen, dass die 40 unbegleiteten minderjährigen Ausländer (Umas) in Klepzig gut integriert werden. Nicht alle Einwohner des Köthener Stadtteils sind damit einverstanden, dass die jungen Flüchtlinge in einem Gebäude der Beschäftigungsgesellschaft BVIK untergebracht werden. Bürger wandten sich in dieser Angelegenheit auch an den AfD-Mann. Loth sieht noch viele Fragen ungeklärt.

    Für ihn reicht es nicht aus, die Umas nur unterzubringen und ihnen nichts weiter zu bieten als einen „Blick auf die Pferdekoppel“. Er hält Bildungs- und Freizeitangebote für die Umas ebenso nötig wie weitere Gespräche mit den Klepzigern, um bei ihnen mehr Akzeptanz für die Flüchtlinge zu erreichen. Und ist damit auf einer Wellenlänge mit „Willkommen in Köthen“.

    Der Handschlag zwischen einem Vertreter der Köthener Flüchtlingsinitiative und einem Mitglied der AfD, deren Positionen zur Flüchtlingspolitik umstritten sind, war ein überraschender Punkt des Rundtischgespräches, das am Dienstagabend im voll besetzten Bonhoeffersaal des Wolfgangstifts stattfand. Dazu eingeladen hatte die Köthener Jakobsgemeinde mit dem Anliegen, mehr über die AfD und ihre Ziele zu erfahren.

    Gespräch als Schutz vor Parolen

    „Gespräch ist in einer Gesellschaft immer wichtig.“ Das schickte Pfarrer Wolfram Hädicke voraus. Wichtig sei dabei auch, dass man sich in die Augen sehen könne, sein Gegenüber als Person wahrnehme. „Das schützt uns ein wenig davor, abzugleiten in Parolen oder Verletzungen oder gar in die ungefilterte Hemmungslosigkeit der sogenannten sozialen Netzwerke“, bemerkte Hädicke.

    Auf Augenhöhe verlief dann auch die Diskussionsrunde, wenngleich die Meinungen teils weit auseinander gingen. Teilnehmer waren die AfD-Landtagsabgeordneten Daniel Roi und Hannes Loth sowie Ulrich Oehme, Mitglied des AfD-Landesvorstandes Sachsen, Iris Brunar (Bürgerinitiative „Pro Elbe“), Tom Aslan (Initiative „Willkommen in Köthen“), der Köthener Stadtrat Georg Heeg (CDU) sowie Tizian Steffen vom Anhaltischen Theater Dessau.

    Iris Brunar (r.) kritisierte AfD-Positionen zum Klimawandel.

    Foto:

    Ute Nicklisch

    Iris Brunar zeigte sich beim Thema Klimawandel und Energiepolitik verwundert darüber, dass in der AfD die Auffassung herrscht, der Klimawandel sei nicht durch Menschen gemacht. So werde beispielsweise gesagt, dass Kohlendioxid kein Schadstoff sei. Das sei zwar richtig, doch zu viel CO2sei tödlich. Sie erwarte von einer Partei, dass sie bei einem solchen Thema besser recherchiere und fundiertere Aussagen treffe.

    Hannes Loth entgegnete, dass es zum Klimawandel verschiedene Gutachten gebe. Was im Parteiprogramm stehe, könne noch weiter verbessert werden. Er persönlich sei für mehr C02. Es fördere den Pflanzenwuchs, was dazu führe, dass mehr Sauerstoff an die Umwelt abgegeben werde.

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    Pressearbeit empfinden wir als Element und Gradmesser der gesellschaftlichen Akzeptanz. Deshalbhaben wir in der Presseübersicht nicht nur die "Sonnenscheinartikel" aufgeführt, sondern auch die kritischen Artikel vom Beginn unserer Jugendcamps.

     

  • -> Sport wird groß geschrieben! Die körperliche Entwicklung ist für uns wichtiger Bestandteil der Arbeit und trägt zur Gesunderhaltung bei. Dabei bieten wir in unseren Heimen eine große Palette an Möglichkeiten. Aber auch besonders die Mitgliedschaft in Sportgemeinschaften und die Teilnahme an Wettkämpfen sind für die Integration wichtig.

     

  • – Quelle: http://www.mz-web.de/24747608 ©2017

    Autor:  Stefanie Greiner 

    15.09.2016

    Ein Selfie mit Susi Möbbeck durfte natürlich nicht fehlen.

    Foto: Stefanie Greiner

    Köthen -

    Flüchtlingsunterkünfte hat Susi Möbbeck schon so einige besucht. Was kaum verwundern dürfte. Sie ist schließlich Staatssekretärin im Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration des Landes Sachsen-Anhalt.

    Am Dienstag machte die SPD-Politikerin einen Abstecher nach Köthen. Um genau zu sein: nach Klepzig, einem Ortsteil von Köthen. Sie stattete dem „BVIK-Jugendwohncamp“ einen Besuch ab. Und war überrascht.

    Flüchtlinge unterschiedlicher Herkunft

    „Mich hat sehr beeindruckt, wie stark hier Gemeinschaft spürbar wird“, sagte Susi Möbbeck. Und das in einer Unterkunft, in der junge Männer aus verschiedenen Ländern untergebracht sind. Seit Ende Juli leben in der ehemaligen Schule in Klepzig 14- bis 18-jährige Flüchtlinge. Sie kommen unter anderem aus Afghanistan, Äthiopien, Somalia und Syrien. Die MZ hat mehrfach darüber berichtet.

     

    Das gute Gemeinschaftsgefühl ist für die Staatssekretärin ein Zeichen dafür, dass die Flüchtlinge im „BVIK-Jugendwohncamp“ gut betreut werden. Sie sprach von einer guten Ausgangslage und wandte sich mit einer Bitte an die Jugendlichen: „Nutzen Sie diese Chance.“ Sie riet ihnen, sich zu informieren und zu engagieren. „Sie müssen was dafür machen, dass Sie hierbleiben können. Bleiben Sie motiviert - auch wenn es mal ein bisschen schwieriger wird.“

    Seit Ende Juli leben in der ehemaligen Schule in Klepzig junge Flüchtlinge.

    Foto: Heiko Rebsch

    Klepziger Anwohner nach anfänglichen Protesten weniger kritisch

     

    Bei einem Rundgang durchs Haus konnten sich Susi Möbbeck und auch die anderen geladenen Gäste davon überzeugen, dass die jungen Flüchtlinge ihr neues Zuhause zu schätzen wissen. „Mein Sohn ist auch 16“, merkte Oberbürgermeister Bernd Hauschild an. „Aber in seinem Kinderzimmer sieht es nicht so ordentlich aus.“

    Er hat den Eindruck, dass die Jugendlichen in Klepzig „angekommen“ sind. Dass sich die Klepziger also auch an ihre neuen Nachbarn gewöhnt haben. Vor ihrem Einzug hatte es Proteste der Anwohner gegeben. (mz)

  • Quelle: http://www.lokalbook.de/Sachsen-Anhalt_Bundesland/Anhalt-Bitterfeld_15082/Koethen-Anhalt_14875_150820180180/Starker-Zusammenhalt-im-BVIK-Jugendcamp_180031221701

     

    Artikel veröffentlicht am 30.09.2016

    Köthen (Anhalt)

    Gruppenfoto beim Besuche der für Integration zuständigen Staatssekretärin im Sozialministerium von Sachsen-Anhalt, Susi Möbbeck (erste Reihe Mitte).


    Aufgeräumte Zimmer, herzliche Begrüßungsworte und Worte des Dankes es war offensichtlich, dass sich sowohl die Bewohner als auch die Betreuer des BVIK-Jugendcamps für unbegleitete minderjährige Ausländer in Klepzig auf den Besuch aus Sachsen-Anhalts Sozialministerium gefreut haben. Am 14. September nämlich, stattete die für Integration zuständige Staatssekretärin aus dem Sozialministerium des Landes Sachsen-Anhalt, Susi Möbbeck, der Einrichtung einen Besuch ab und auch Köthens Oberbürgermeister, der zur offiziellen Eröffnung am 22. August aus terminlichen Gründen verhindert war, nutzte die Gelegenheit, sich in den Räumlichkeiten der Jugendlichen umzuschauen. Viele der jungen Leute, die in erster Linie aus Afrika und Afghanistan stammen und zwischen 15 und 18 Jahren alt sind, erzählten ihren Besuchern über ihre Wünsche und Ziele für die Zukunft und brachten ihre Dankbarkeit zum Ausdruck, in Deutschland so gut aufgenommen worden zu sein. Dabei stellten sie auch ihre Deutschkenntnisse unter Beweis, die die jungen Männer, die die Berufsschulen in Köthen und Bitterfeld besuchen, bereits gelernt haben. Die Staatssekretärin, Susi Krenz-Möbbeck, zeigte sich beeindruckt von der Unterkunft und der Gemeinschaft, die bereits untereinander sowie mit Betreuern und Helfern entstanden sei. Sie appellierte an die Jugendlichen, die Ihnen gegebene Chance zu nutzen, deutsch zu lernen und sich zu informieren und zu engagieren. Auch Köthens Oberbürgermeister Bernd Hauschild zeigte sich erfreut, dass die Jugendlichen sich gut einleben und mittlerweile angekommen zu sein scheinen.

  • Das Angebot richtet sich im Schwerpunkt an männliche unbegleitete minderjährige Ausländer ab 14 Jahren., schließt aber deutsche Jugendliche nicht aus. Durch die Verbindung von Alltagserleben, pädagogischer Arbeit und thera- peutischen Angeboten werden der gesetzliche Auftrag umgesetzt und die im Hilfeplan nach § 27 und 36 SGB VIII vereinbarten Zielsetzungen verfolgt.

    Dies beinhaltet gemäß § 34 SGB VIII durch Förderung entsprechend dem Entwicklungsstand des Jugendlichen mit dem Ziel ihrer weiteren Integration und Verselbständigung als Vorbereitung auf ein selbstständiges Leben in die deutsche Gesellschaft. Im Rahmen des § 42 SGB VIII ist innerhalb der Inobhutnahme das Clearingverfahren durchzuführen. der erzieherische Bedarf zu decken im Hinblick auf die Förderung der Teilhabe der betroffenen Kinder und Jugendlichen am Leben in der Gesellschaft.

    Die Zielsetzungen des Leistungsangebotes sind insbesondere die Schaffung einer Atmosphäre von Sicherheit und Wertschätzung durch Angebot von ver- lässlicher, kontinuierlicher Beziehung und Bindung Gestaltung eines strukturierten All- tags Benennen und Einfordern von Grenzen Einüben von sozialen Verhaltensweisen und Einhalten von Regeln

    Ausbau von sozial angemessenem Verhalten insbesondere Anleitung zur Reflektion und Aktivierung individueller, persönlicher Stärken Hinführung an eine Akzeptanz des persön- lichen Unterstützungsbedarfes Unterstützung und Hilfestellung zur Annahme der unterstützenden Angebote Verlässliches Angebot zur Aufnahme und Aufrechterhaltung von Beziehungen Kennenlernen und Einüben sozialer Kompetenzen

    • Entwickeln von Lebens- und Zukunftsperspektiven
    • Gesundheitliche Entwicklung
    • Erziehung zu eigenverantwortlichem, selbstbewusstem Handeln
    • Förderung und Weiterentwicklung der lebenspraktischen Kompetenzen und der Fähigkeiten zur sinnvollen Freizeitgestaltung
    • Förderung einer angemessenen schulischen Entwicklung
    • Unterstützung und Begleitung bei der beruflichen Orientierung
    • Vorbereitung und Gestaltung der Rückkehr in die Herkunftsfamilie oder der eigenverantwortlichen Lebensführung
    • Unterstützung bei Auf- und Ausbau eines sozialen Netzwerks zur nachhaltigen Integration
  • – Quelle: http://www.mz-web.de/24470602 ©2017

    Autor: Stefanie Greiner      

    29.07.2016

    Am Donnerstag sind die unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge in die ehemalige Schule in Klepzig eingezogen.    

    Foto:   Heiko Rebsch

    Köthen -

    Klepzig hat seit Donnerstag 35 Einwohner mehr. Die unbegleiteten minderjährigen Ausländer, kurz Uma, sind in die ehemalige Schule auf dem Gelände der Beschäftigungsgesellschaft BVIK eingezogen. Sie sind 14 bis 18 Jahre alt und kommen unter anderem aus Afghanistan, Äthiopien, Somalia und Syrien.

    In letzter Zeit ist hitzig darüber diskutiert worden, dass junge Flüchtlinge in den Köthener Ortsteil ziehen sollen. Die MZ beantwortet einige Fragen dazu.

    Warum werden die Jugendlichen in einer Gemeinschaftsunterkunft untergebracht und nicht in kleineren Wohneinheiten?

    Der Begriff „Gemeinschaftsunterkunft“ ist nicht ganz richtig. „Jugendheim“ muss es vielmehr heißen. „BVIK-Jugendwohncamp“ nennt Geschäftsführer Ulrich Heller das Projekt. Die Jugendlichen leben in Wohngruppen. Sechs teilen sich eine Wohnung, jeweils zwei ein Zimmer. In jeder Wohnung gibt es Bad und Küche.

    Das Landesjugendamt befürwortet das Jugendwohncamp. „Im Sinne der Jugendlichen, die sich schon kannten, haben wir dem zugestimmt“, teilt die Pressestelle des Landesverwaltungsamtes Sachsen-Anhalt mit. Die jungen Flüchtlinge zu trennen, macht auch BVIK-Mitarbeiter Uwe Raubaum deutlich, wäre unglücklich gewesen. „Dann fängt der ganze Prozess von vorn an“, sagt er. Die Jugendlichen hätten sich an ihre Bezugspersonen gewöhnt. Und aneinander.

    Können die Jugendlichen individuell betreut werden?

    Ja, versichert Ulrich Heller. „Wir haben ein doppeltes Erziehersystem“, sagt er. Jede Wohngruppe habe ihren eigenen Wohngruppenerzieher. Hinzu würden Bezugserzieher kommen, die sich ganz gezielt um ihnen zugewiesene Jugendliche kümmern würden. „Das größte Leben findet in der Wohngruppe statt“, erläutert Ulrich Heller.

    Wer kümmert sich um die Jugendlichen?

    Insgesamt 30 Mitarbeiter. Die meisten davon sind Erzieher und Pädagogen. „Das Landesjugendamt hat deren Eignung überprüft“, teilt die Pressestelle des Landesverwaltungsamtes mit. „Die Betreuer haben in der Regel eine sozialpädagogische Qualifikation beziehungsweise verfügen über Erfahrungen und Kompetenzen, mit denen sie sich für die Betreuung der Jugendlichen qualifizieren.“ Erzieher und Pädagogen werden außerdem von BVIK-Mitarbeitern unterstützt, die Ulrich Heller für besonders geeignet hält. Auch deren Eignung ist überprüft worden.

    Ein Drittel der Angestellten war bereits vorher für die BVIK tätig. Es seien sehr engagierte und professionelle Mitarbeiter, lobt der BVIK-Geschäftsführer. Zwei Drittel der jetzigen Mitarbeiter wurden neu angestellt. „Wir sind auch noch weiter auf der Suche“, merkt Ulrich Heller an. Nach Erziehern und Diplomsozialarbeitern. Zu den 30 Mitarbeitern kommen Lehrer, die die Sprache der Jugendlichen sprechen, arabisch zum Beispiel. Am Montag fängt außerdem eine Psychologin an. Sie soll den jungen Flüchtlingen dabei helfen, ihr Trauma zu bewältigen, sagt der BVIK-Geschäftsführer. Die Psychologin soll darüber hinaus die Erzieher beraten und weiterbilden.

    Wie werden die jungen Flüchtlinge beschäftigt?

    Die meisten Jugendlichen gehen zur Schule. Sie besuchen die Sekundarschule „An der Rüsternbreite“ in Köthen beziehungsweise die Berufsbildenden Schulen in Bitterfeld. Uwe Raubaum arbeitet eng mit den Lehrern zusammen. Das Team der BVIK will die jungen Flüchtlinge fördern und bei den Hausaufgaben unterstützen. „Die Jugendlichen, die noch nicht zur Schule gehen, werden von uns unterrichtet“, sagt Uwe Raubaum. Ansonsten versuchen die BVIK-Mitarbeiter, ihnen einen normalen Alltag zu ermöglichen. „Wir bieten verschiedene Arbeitsgemeinschaften an“, sagt Heller. Eine Internet-AG zum Beispiel. Oder Deutsch-Stunden. Die Jugendlichen sollen sich zudem musikalisch, kreativ und handwerklich ausprobieren. Im Keller der Unterkunft gibt es eine Fahrradwerkstatt.

    Sport nimmt auch viel Raum ein. Ein Teil der Jugendlichen spielt Fußball beim PSV 05 Köthen in Porst. BVIK-Prokurist Taoufiq Elmourabiti hat das möglich gemacht. Der Mann aus Marokko hat selbst jahrelang Fußball gespielt und ist noch immer Mitglied beim PSV 05. Er erzählt stolz, dass sich auch andere Vereine für die Jugendlichen interessieren würden.

    Eines ist der BVIK besonders wichtig: Die Flüchtlinge sollen wieder ein Ziel vor Augen haben. „Lebensperspektive plus“ nennt sich ihr Programm. „Sie müssen in einen Rhythmus reinkommen, damit sie nicht mehr bespaßt werden müssen, sondern eigene Interessen verfolgen“, sagt Uwe Raubaum.

    Einige Anwohner haben im Vorfeld ihre Bedenken geäußert. Wie soll ihnen die Angst vor den neuen Nachbarn genommen werden?

    „Die Klepziger dürfen sich nicht verrückt machen lassen“, macht Uwe Raubaum deutlich. Sie sollten erst einmal abwarten. Bei Problemen könnten sich die Anwohner immer noch an die BVIK wenden. Der Mitarbeiter fragt sich, woher die Ängste kommen. Schließlich dürften die wenigsten Klepziger, vermutet er, bislang mit jungen Flüchtlingen zu tun gehabt haben. „Es sind junge Leute, die im Grunde genommen nicht anders sind als andere.“ Mit einem Unterschied: Sie hätten Dinge erlebt, die niemand seinen eigenen Kindern wünschen würde.

    Ulrich Heller und Uwe Raubaum würden sich freuen, wenn die Klepziger ihren neuen Nachbarn offener gegenüberstehen. „Man kann mit den Jungs reden“, sagt Uwe Raubaum. Sie seien interessiert und talentiert. Er merkt an, dass es in Klepzig viele kleine Firmen gibt. „Man kann ihnen das doch einfach mal zeigen“, schlägt er vor.

    Ulrich Heller hebt eines hervor: „Wir haben auch viel Zuspruch von den Klepzigern für unser Projekt.“ Nicht jeder habe etwas gegen die jungen Flüchtlinge. Im August will Ulrich Heller interessierte Bürger dazu einladen, die neuen Bewohner der ehemaligen Schule einfach mal kennenzulernen. Ein genauer Termin steht noch nicht fest. (mz)

    Was sagt Ulrich Heller zu den Vorwürfen einiger Bürger, er würde mit den jungen Flüchtlingen nur Geld verdienen wollen?

    Er würde sich um die Jugendlichen kümmern, weil der Bedarf da sei, macht Ulrich Heller deutlich. „Wir haben einen Auftrag“, betont er. Den Auftrag, sich um die Flüchtlinge zu kümmern.

    Eines möchte er in diesem Zusammenhang klarstellen: „Es ist der gleiche Kostensatz, der für deutsche Kinderheime gilt. Nicht mehr und nicht weniger.“ Für Ausländer gebe es keinen Bonus. Auf Nachfrage der MZ teilt der Landkreis Anhalt-Bitterfeld mit: „Die Kosten der Betreuung eines Umas richten sich nach dem jeweiligen individuellen Bedarf und können sehr unterschiedlich sein.“

    Was passiert mit der Unterkunft in der Rüsternbreite, in der die jungen Flüchtlinge vor ihrem Umzug nach Klepzig untergebracht waren?

    Die Mitarbeiter der BVIK werden nach eigenen Angaben wohl noch zwei Wochen brauchen, bis alles ausgeräumt ist. Danach steht das ehemalige Gymnasium leer. „Die Schule ist und bleibt Ausweichstandort für die Sekundarschule Völkerfreundschaft, wenn deren Sanierung ansteht“, teilt der Landkreis mit. (mz)